Oer-Erkenschwick / Datteln 1979 - 1983
újságírás, szerelem, válás | WAZ, Liebe, Scheidung |
Naplójegyzetek | Tagebuchnotizen: |
Oer-Erkenschwick, Holthäuser Strasse 132 - itt laktam 1979-tõl 1983-ig | Hier wohnte ich von 1979 bis 1983 |
Im Februar 1979 zog ich von Hamburg nach Oer-Erkenschwick, zurück ins Ruhrgebiet also, das ich zwei Jahre vorher verlassen hatte. Hierhin zurückzukehren, war in meinen Plänen überhaupt nicht vorgesehen, und dass es dennoch geschah, war die Folge vieler Enttäuschungen, die ich in Hamburg erlebt hatte. Hamburg war der zweite Wendepunkt in meinem Leben, vergleichbar mit dem Richtungswechsel von 1971: erst nach Westen, dann wieder zurück Richtung Osten. (Wenn auch nur ein kleines Stück.) Diese zweite Wende war mit der ersten vergleichbar hinsichtlich der Wirkung, aber ganz und gar unterschiedlich in ihren Gründen. Als ich 1971 in Holland das Ufer des Atlantischen Ozeans erreichte, konnte ich nicht in Richtung Westen - das heisst nach Lateinamerika - weiterfahren, weil es äussere Hindernisse gab: kein Visum, keine Aufenthaltserlaubnis, kein Geld. Diesmal waren es jedoch ausschliesslich innere Gründe, deretwegen ich alle meine Pläne ändern musste.
Über diese Gründe konnte ich mir in den seither vergangenen 25 Jahren noch nicht ganz klar werden, nur eines glaube ich bestimmt sagen zu können: im Mittelpunkt meines Strebens stand damals, wie in diesem Alter allgemein üblich, das Finden der Menschen, mit denen ich eine lebenslange Beziehung eingehen würde, die Gründung einer Familie also, und das erwies sich als ausserordentlich schwierig.
Ich war seit 1977 verheiratet mit Helga, aber ihr hat das Leben in Hamburg noch weniger gefallen als mir, und sie war schon nach einigen Wochen von dort zurück ins Ruhrgebiet gezogen, nach Oer-Erkenschwick, wohin ich ihr jetzt folgte. Wenn unsere Ehe - wie jede Ehe - ein Machtkampf war, dann war das ihr vollständiger Sieg. Sie hatte nie nach Hamburg ziehen wollen, nur ich. Nun bat ich sie - fast reumütig - um die Fortsetzung der ehelichen Lebensgemeinschaft und richtete mich bei der Wahl des Wohnortes nach ihr. Weder sie noch ich sind in dem Dreiviertel Jahr unseres Getrenntlebens eine andere Beziehung eingegangen, sondern wohnten beide allein. Dass mir in der Millionenstadt Hamburg die Liebe in so langer Zeit kein einziges Mal begegnen würde, war eine der Entwicklungen, die ich nicht vorausgesehen hatte. Und ebenso war es bei Helga in der Millionenstadt "Ruhrgebiet". Aber hier hatten wir wenigstens Freunde, in Hamburg dagegen nicht. Und die Redaktion von praline war auch nicht gerade der Arbeitsplatz, für den ich optimal geeignet war.
So wurde das Arbeitsverhältnis zwischen mir und dem Heinrich Bauer Verlag am 13. Februar 1979 im "gegenseitigen Einvernehmen" (hm...) aufgelöst, die Mietwohnung in Hamburg-Bramfeld gekündigt, und am 19. Februar 1979 sind wir - wie es in meinem Tagebuch heisst - "vorerst endgültig" mit allen Sachen in die Wohnung nach Oer-Erkenschwick gefahren. Bereits vier Tage vor der Auflösung des Arbeitsverhältnisses hatte ich telefonisch die Zusage aus Essen von der Chefredaktion der WAZ bekommen, als Lokalredakteur in einer der vielen Aussenredaktionen zu arbeiten, welche die örtlichen Ausgaben der Zeitung herstellten. Nach einem Monat in Castrop-Rauxel wurde mein Platz in der Ostvest-Redaktion gefunden, zu der die Städte Oer-Erkenschwick, Datteln und Waltrop gehörten. Die Räume der Redaktion waren in Datteln, in der Fussgängerzone.
Die WAZ war in Datteln nicht allein auf dem Markt der örtlichen Tageszeitungen, sondern teilte ihn mit der Dattelner Morgenpost aus dem Zeitungshaus Bauer. Die weit meisten Leser wählten die Morgenpost, der WAZ blieb ein Marktanteil von nur wenigen Prozent. Mochte die Sozialdemokratie im Ruhrgebiet so kleinbürgerlich und rückschrittlich sein wie nur überhaupt möglich, mochte sie sogar die CDU rechts überholen, für die Dattelner Bürgerschaft war sie auch so nicht ganz salonfähig: Sie las daher eben die konservative Morgenpost und nicht die WAZ - wenn sie auch bei den Wahlen zu einem grossen Teil für die SPD stimmte. Der Mensch braucht Brot zum Leben, aber er lebt nicht vom Brot allein - ob die Genossen dies je verstehen werden?
Das Verhältnis zwischen den beiden Redaktionen war alles andere als freundlich, ebenso wie zwischen den beiden Verlagen. Der wirtschaftliche Erfolg des WAZ-Konzerns bedeutete Verluste, manchmal sogar das Ende für die kleineren Verlagsunternehmen, und das Zeitungshaus Bauer wollte nicht im WAZ-Konzern aufgehen. Es sah auf die WAZ in gewisser Hinsicht auch herab, weil die erst nach dem zweiten Weltkrieg gegründet wurde, als die Familie Bauer schon seit Jahrzehnten Zeitungen herausgegeben hatte.
Aus heutiger Sicht stellt sich mir die Frage, warum eine Stadt mit 36.000 Einwohnern als Redakteur für ihre örtliche Tageszeitung einen völlig ortsfremden Menschen einstellt, wie etwa mich die WAZ aus Hamburg (und Dortmund und Budapest) nach Datteln "importiert" hat, der ich vor meinem Arbeitsbeginn nicht einmal von der Existenz dieser Stadt wusste. Nach meiner Auffassung vom Lokaljournalismus müssten die Lokalzeitungen von Dortmund die Dortmunder, die von Datteln die Dattelner, und die von Budapest die Budapester machen. Es gibt an jedem Ort interessierte und begabte Menschen, die für diese Aufgabe geeignet sind.
Gewiss könnte man diese Frage zwar für jede Tätigkeit stellen und dann allgemein über die räumliche Mobilität der Menschen sprechen, aber die Pflege der lokalen Öffentlichkeit einer Kleinstadt ist nicht mit der Arbeit in einer Fabrik oder einem Kaufhaus zu vergleichen; sie erfordert so gründliche Orts- und Personenkenntnisse wie etwa die Mitgliedschaft im Stadtrat oder eine leitende Funktion in der Stadtverwaltung. Besonders erstaunlich erscheint dieser "Import" in einer Stadt, deren Bürgermeister selbst vom Beruf Journalist war, Chefredakteur einer Gewerkschaftszeitung, und ausserdem auch der SPD angehörte, wie die Gründer und Haupteigentümer des WAZ-Verlags. Wie leicht hätte er einen geeigneten Redakteur für die Zeitung seiner Stadt finden können! Und dennoch: Nicht nur ich war kein gebürtiger Dattelner in unserer Redaktion, sondern die meisten anderen auch nicht. Wolfgang wohnte in Herne; Jürgen hatte in Datteln nur ein Zimmer und seine ständige Wohnung woanders; eine Redakteurin, die meine Stelle vorher hatte, kam aus Hattingen, und so weiter.
Möglicherweise hat der WAZ-Konzern aus Prinzip möglichst immer ortsfremde Menschen in die Lokalredaktionen gesetzt, um die schädliche Interferenz zwischen dem Gesamtinteresse der Stadt und den Eigeninteressen der Redakteure zu mindern. Auf Deutsch: Die Chefredaktion der WAZ hätte einem echten Dattelner in geringerem Masse zugetraut, eine objektive Lokalzeitung zu machen, als - mir. So besetzte sie den freigewordenen Redakteursplatz in Datteln ab Mai 1979 mit mir: einem politischen Flüchtling aus der Volksrepublik Ungarn, der zuerst bei der Westfälischen Rundschau gearbeitet hatte, einem Blatt des eigenen Konzerns, dann aber bei BILD und bei praline, bei Blättern also, deren Linie ziemlich weit von der Sozialdemokratie entfernt war.
Die Antwort auf die eingangs gestellte Frage, warum gerade ich als Redakteur in Datteln gearbeitet habe, lautet also: Die menschliche Arbeitskraft - auch die Arbeitskraft eines Zeitungsredakteurs - wird auf dem Markt für Geld verkauft und gekauft wie jede andere Ware. Die Verlage sichern sich diese Arbeitskraft in der gewünschten Menge durch die Anstellungsverträge und versuchen sie gemäss ihrer Ziele einzusetzen. Selbst das Zeitungshaus Bauer, alteingesessen wie es war, hat den Redaktionsleiter für den Verlagsort Marl (90.000 Einwohner) im gleichen Jahr per Inserat im Stellenmarkt einer überregionalen Zeitung gesucht, anstatt ihn aus dem eigenen Personalbestand zu wählen. Nur kann man das Denken von Menschen nicht ganz so leicht kaufen wie ihre Muskelkraft, und manch ein Journalist antwortet darauf mit der Strategie, das Geld von den Verlegern wohl anzunehmen, auch die Stelle - formal - zu übernehmen, aber die eigene politische Überzeugung zu bewahren, und wann immer möglich, gemäss dieser zu handeln. Dies hatte auch ich als Redakteur von BILD und praline getan; hier bei der WAZ brauchte ich es nicht mehr zu tun, hier hatte ich alle journalistischen Freiheiten.

Unsere Redaktion war eigentlich politisch recht gut ausgewogen: Norbert Schmitz, zuständiger Redakteur für Waltrop, stand der CDU nahe, Jürgen Klein (Ostvest-Seite) der SPD, Christa Gruber (zuständig für Oer-Erkenschwick) und ihre Familie gründeten eine F.D.P.-Ortsgruppe in Ahlen, ich war mit revolutionärem Eifer der grünen Bewegung verschrieben, und Friedrich Wilhelm Eckhardt, unser Redaktionsleiter, war - immerhin - Presbyter. Über die politischen Sympathien unserer beiden Fotografen, Wolfgang Quickels und Günter Jendrny, wurde nichts bekannt; jedenfalls hinderte mich in dieser Lokalredaktion niemand daran, alles zu schreiben, was ich für richtig und nötig hielt.
Mein politisches Engagement hatte, wenn wir ganz bis zu den Anfängen zurückgehen, schon im Gymnasium in Ungarn als Mitglied des Schülerrates begonnen. Dieser bestand aus Mitgliedern des Kommunistischen Jugendverbandes, dessen Rolle und politische Richtung damals allerdings nicht mehr eindeutig war; wenig später wurde auch offiziell deklariert, dass dieser Jugendverband zwar die Bezeichnung kommunistisch im Namen trage, dass jedoch seine Mitglieder keine Kommunisten zu sein brauchten. "Wer nicht gegen uns ist, der ist mit uns" - war damals eine populäre, hüben und drüben vielzitierte These des Generalsekretärs der ungarischen KP, János Kádár. Inhaltlich konnten daher die Sitzungen dieses "Exekutivkommitees" - wie sich das Gremium offiziell nannte - keinen grossen Eindruck auf mich machen, wichtig war nur, dass ich hier das Abc der demokratischen Mechanismen erlernte: zu den Sitzungen pünktlich erscheinen, dem Sitzungsleiter zuhören, nötigenfalls Aufzeichnungen machen, meinen Redebeitrag leisten, abstimmen, und dann die gefassten Beschlüsse in Taten umsetzen. Es war - mit Ausnahme der Abstimmungen - sehr ähnlich zu dem, woran ich einige Jahre zuvor als Ministrant in der Bakáts-Kirche teilgenommen hatte, jedoch mit einer moderneren und freundlicheren Atmosphäre.
Nach einer Pause von einigen Jahren, an meinem 21. Geburtstag wurde ich dann von der Fachschaftsvollversammlung der Abteilung Elektrotechnik der Universität Dortmund als Vertreter der Studenten in die Abteilungsversammlung gewählt. Sie bestand zum grössten Teil aus Hochschullehrern, also unseren eigenen Professoren, und aus je zwei Vertretern der Studenten und der nichtwissenschaftlichen Angestellten. Dies war schon Ernst, hier ging es um die Verteilung des Geldes unter den Lehrstühlen, um die Berufung von neuen Professoren und ähnliches, hier kamen also all die Entscheidungen zustande, die unsere Abteilung nach dem Hochschulgesetz treffen musste beziehungsweise durfte. Dieses demokratische Engagement hat vielleicht den entscheidenden Einfluss auf meine Entscheidung gehabt, doch nicht Elektroingenieur zu werden, wie ich es seit der Kindheit geplant hatte, sondern "Politiker", das heisst jemand, der sich eher mit Menschen als mit elektronischen Schaltkreisen befasst.
Durch die Einflüsse von Mitschülern im Gymnasium von Rüthen, durch Studenten der Universität Bochum, durch Freunde in Dortmund, durch Kollegen in der Gewerkschaft Druck und Papier wurde ich in Deutschland praktisch vom ersten Tag an im Sinne der politischen Linken erzogen, entsprechend der damals üblichen allgemeinen politischen Atmosphäre.
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Dem ersten ausgesprochenen Vertreter des Umweltschutzgedanken begegnete ich an der Universität Bochum in der Gestalt eines sehr engagierten Biologiestudenten namens Barnie; eine klare Ideologie dazu lieferte das Buch "Die Grenzen des Wachstums" von Meadows. Die Grundaussage war damals wie heute: wir müssen mehr als bisher darauf achten, dass wir den Planeten Erde den nach uns kommenden Menschen in einem lebbaren Zustand hinterlassen. Mit diesem Grundgedanken begann 1974-75 der Weg, der mich dann im Sommer 1979 zu der Wählergemeinschaft Die Grünen in Datteln führte, während jedoch auch die andere, die linksprogressive Linie in der Entwicklung meines Denkens parallel weiterlief. Ich ging in Selbsterfahrungsgruppen, lernte den Gebrauch des Hanfes, besuchte Veranstaltungen der maoistischen KPD/AO, heiratete Helga, ein Mitglied der ebenfalls maoistischen KPD/ML, las "konkret" und machte Besuche bei einer Kommune der AAO (Aktions-Analyse Organisation) in Hamburg. Tätiges Mitglied konnte ich aufgrund des häufigen Wohnortwechsels in keiner dieser Organisationen werden, ich beobachtete erst mal nur aufmerksam, wie sie funktionierten.
Die politische Situation in Datteln 1979-1980
Das Abzeichen der Grünen mit dem Text "Atomkraft? Nein danke" fing ich als Redakteur von praline ab 1978 zu tragen an, in dem Jahr, als die Österreicher in einer Volksabstimmung entschieden, ihr fertiggebautes Atomkraftwerk in Zwentendorf nicht in Betrieb zu nehmen. Vielleicht war es dieser politische Erfolg der grünen Bewegung, der mein Interesse wieder stärker auf sie lenkte. Gewiss ist, dass die Umweltbewegung allgemein viele Anhänger aus dem linksprogressiven Feld gewann. Wir konnten dabei unsere politische Weltanschauung dabei ohne innere Konflikte weiter bewahren, denn der Umweltschutzgedanke als die Verantwortung aller Menschen für die ganze Erde ist in der sozialistischen Auffassung bereits enthalten oder ist zumindest mit ihr vollkommen vereinbar. Er wurde allerdings in manchen Regionen der Welt, darunter in Deutschland, von den sozialistischen Politikern auch nicht immer genügend bei den konkreten wirtschaftlichen Entscheidungen berücksichtigt.
Die Arbeiterbewegung und die Umweltschutzbewegung ergänzen sich also ideologisch, sie kämpfen für die gleichen Ziele, in Datteln jedoch war davon im Jahre 1979, als ich das örtliche politische Kräftespiel zu studieren begann, nichts zu merken. Hier war das gesamte politische Spektrum weit rechts von dem, was ich vorher in Dortmund und Hamburg, nachher in Münster und Budapest kennenlernte. In der Welt bedeutet die Sozialdemokratie seit 150 Jahren den Kampf der besitzlosen Arbeiter für mehr Demokratie und Mitspracherechte, für mehr Chancengleichheit welweit, für die Solidarität aller Völker, für eine Welt ohne Krieg und Gewalt. In Datteln bedeutete Sozialdemokratie vor allem die Allgegenwart eines Menschen, der auf Grund seines sehr selbstbewussten Auftretens von uns Journalisten oft "Kanalstadt-Napoleon" genannt wurde. (Datteln ist ein wichtiger Knotenpunkt des deutschen Wasserstrassennetzes.) Sie bedeutete den konservativsten Konservativismus, das völlige Fehlen jedes politischen Dialogs, die gewaltsame Identifizierung der Interessen der Bürger mit den Interessen des Grosskapitals, die erzwungene Liebe zum Militär, die Aufrechterhaltung des preussischen Untertanengeistes, die Unterdrückung jeder auf Fortschritt gerichteten Initiative.
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Sozialdemokratie und Gewerkschaften im Ruhrgebiet
Dies war nicht nur in Datteln so, sondern - mit Ausnahme der Grossstädte - im gesamten Ruhrgebiet. Hier wurde die SPD nach dem Krieg auf einen Schlag von einer verfolgten zu einer herrschenden Partei, mit einbetonierten absoluten Mehrheiten auf allen politischen Ebenen, und von den fünfziger Jahren an auf Grund der Montan-Mitbestimmung auch in den Grossbetrieben der Region. Partei - Kommunalverwaltung - Gewerkschaft - Wirtschaftsunternehmen: In diesen Institutionen herrschten die Mini-Monarchen der Arbeiteraristokratie. Zum Beispiel Horst Niggemeier: Vorsitzender der Partei, Bürgermeister der Stadt, Chefredakteur der Gewerkschaftszeitung, Mitglied im Aufsichtsrat des Elektrizitätswerkes. "Bonzen" hiessen solche Leute in der Sprache der linksorientierten Arbeiterbewegung - welche es in Datteln allerdings nicht gab. Das Streben des Menschen nach gesellschaftlichem Fortschritt repräsentierten - wir, die Bürgerinitiative Umweltschutz und die Wählergemeinschaft die Grünen. Jedenfalls schien es mir so damals, als ich vom August 1979 an die Dattelner Grünen nach und nach kennenlernte, beginnend mit dem Ehepaar Agnes ("Atta") und Paul Jömann. Von da an versuchte ich meine bezahlte Arbeit als Lokalredakteur der WAZ und mein politisches Engagement bei der Wählergemeinschaft miteinander zu verbinden, wobei ich im Konfliktfall den Vorzug der Wählergemeinschaft gab. Dass es Konflikte geben würde, war leicht vorauszusehen, denn im politischen Leben von Datteln, des Ostvests, des Kreises Recklinghausen und des ganzen Ruhrgebiets dominierten die Sozialdemokraten - genauer: eine politisch rechtsgerichtete Formation, die unter dem Namen Sozialdemokratie ihre Geschäfte betrieb. Mir wurde erzählt, dass bereits vor mir eine Dattelner Lokalredakteurin der WAZ gezwungen wurde, ihre Arbeitsstelle zu verlassen, weil sie - obwohl selbst SPD-Mitglied - dem Bürgermeister zu fortschrittlich gewesen war.
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[A magyar szöveg készül...] |
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Frissítés: 2004. június 10. | Stand: 10. Juni 2004 |